Was ist beim EBIT und EBITA zu beachten? Der Geschäftsbericht

Was ist beim EBIT und EBITA zu beachten? Der Geschäftsbericht

„Fröstelndes Land, in welchem selbst die Fieberkurven mit Bilanzen verwechselt werden „ (Martin Gerhard Reisenberg)

So liest du den Geschäftsbericht eines Unternehmens richtig!

Wenn auch naturgemäß Geschäftsberichte äußerst individuell gestaltet werden und dies auch von der Branche und Größenordnung des Unternehmens abhängt, so können wir doch einen (kleinen) Leitfaden geben, wie diese grundsätzlich zu analysieren sind. Wir haben auch bei den Bilanzskandalen von Enron und Paramalat darauf hingewiesen, wie Bilanzen gefälscht werden können, es aber auch dafür einen gesetzlichen Spielraum in der Erstellung derselben gibt.

Zu Beginn werden zunächst die Mitglieder des Aufsichtsrats genannt. Dieses Gremium ist das höchste Kontrollorgan einer Aktiengesellschaft und wird vom Eigentümer bestellt (= ausgewählt).

Danach folgt die Aufzählung der Mitglieder des Vorstands, dessen Aufgabe in der Geschäftsführung des Unternehmens liegt.

Bei einer Bank werden auch angegeben, welche Mitglieder der Aufsichtsbehörde des Staates mit der Überwachung des Kreditinstituts betraut wurden.

Dann folgen die Zahlen der Bilanz und Gewinn-und Verlustrechnung, sowie Anhang und Lagebericht.

Was ist das Betriebsergebnis (EBIT) ?

EBIT = Earnings before interests and taxes

Dies stellt das Ergebnis dar, bevor noch die Zinsen und Steuern vom Jahresüberschuss abgezogen werden. Diese Kennzahl ist vor allem deshalb wichtig, da (auch) ein internationaler Vergleich angestellt werden kann, weil somit das Ergebnis unabhängig von den verschiedenen (staatlich bedingten) Steuern und Finanzierungsformen analysiert werden kann.

Warum sollten die Abschreibungen beachtet werden?

EBITA: Earnings before interests, taxes and amortisation

Zum oben angeführten EBIT kommen noch die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände dazu. Dies können Abschreibungen auf Software, Konzessionen, Patente, Lizenzen usw. sein.

Zum Schluss gibt es den Bericht der Abschlussprüfer, die alle Daten analysieren und prüfen müssen; diese sind die sogenannten Wirtschaftsprüfer, die für einige Jahre bestellt werden.

Die Wirtschaftsprüfer geben ein Testat

Nach Beendigung der Prüfung geben die Wirtschaftsprüfer deren Bestätigungsvermerk ab, das sogenannte Testat.

Wenn beim Unternehmen keine Mängel festgestellt werden, gibt es den „uneingeschränkten“ Bestätigungsvermerk, wenn nicht, einen eingeschränkten oder im schlimmsten Fall wird dieser verweigert. In den beiden letztgenannten Fällen wird der Vermerk zwar veröffentlicht, aber aus Gründen der Verschwiegenheitspflicht dürfen die Gründe dafür nur dem Aufsichtsrat mitgeteilt werden.

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