Risiken von ETFs: Marktrisiko, Börsenkurs, Währung, Short …usw.

ETFs
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An der Börse muß man nicht alles wissen, nur alles verstehen. Und auch wenn man alles versteht, muß man nicht alles mitmachen. (André Kostolany)

Inhaltsverzeichnis

Diese Risiken bei ETFs solltest du beachten!

Wie unter dem vorhergehenden Beiträgen beschrieben, bestehen bei ETFs keine grundsätzlichen Risiken. Das bedeutet natürlich nicht, dass eines Tages nicht doch ein Problem auftaucht.

Bis zu den Attentaten im September 2001 in New York war die Praxis der Buy-and-Holy-Strategie gängige Praxis, die der einstmals berühmte Anlagestratege Andre Kostolany (1906 – 1999) treffend so beschrieb: „Kauf dir Aktien, lege dich dann schlafen und verkaufe dann deine Aktien mit Gewinn.“

Auch die dem 11. September 2001 nachfolgende Krise am Immobilienmarkt und die Finanzkrise im Jahr 2008 zeigten, dass sich mit der erwähnten Methode keine Erfolge mehr erzielen ließen.

Wie ebenfalls schon beschrieben haben ETFs den enorm wichtigen Vorteil, dass diese etwa den Durchschnitt des Marktes widerspiegeln und somit im Wesentlichen weder besser noch schlechter als der gesamte Markt dastehen.

Grundsätzlich bestehen bei ETFs ähnliche Risiken wie bei anderen Wertpapieren, wenn auch in (weitaus) geringerem Ausmaß.

Wie ein spezielles Marktrisiko beim ETF entstehen kann?

Diese können bestehen, wenn es zu einem Managementwechsel bei einem Unternehmen kommt und das neue nicht (mehr) in der Lage ist, den Standard des vorhergehenden zu erreichen, Gesetzesänderungen in jenen Staaten, die auf den Index großen Einfluss haben und/oder neues EU-Recht auf nationaler Ebene umsetzen müssen.

Wie kann sich das allgemeines Marktrisiko beim ETF verändern?

Dieses kann entstehen wenn sich die Konjunktur weltweit und/oder national abschwächt oder unvorhersehbare Katastrophen wie der 11. September 2001 eintreten.

Kannst du das Börsenrisiko beim ETF vermeiden?

Auch wenn eine vollständige Replizierung (= Nachbildung) des Index nicht immer vorhanden ist, erfolgt doch eine starke Annäherung an diesen und somit ein Risiko betreffend der manchmal starken Schwankungen des Marktes.

Welche Schwankungen haben die Währungen bei ETFs?

Das „Produkt“ Quanto bietet die Möglichkeit, sich gegen Wechselkursschwankungen abzusichern, sodass du zum Beispiel bei Wertpapieren in Dollar die Auswirkungen einer allfälligen Abwertung dieser Währung „abwehren“ kannst.

Was sind Short ETFs und wo ist das Risiko ?

Bei diesen gibt es zwar auch eine Replizierung wie bei den üblichen ETFs, jedoch erfolgt die Wertsteigerung entgegengesetzt zum jeweiligen Index.

Beispiel: Wenn der DAX um 5 Prozent an Wert gewinnt, verliert der ETF automatisch ebenso mit dem gleichen Wert.

Experten sind der Ansicht, dass sich diese Anlageform nicht für langfristige Investitionen eignet, da sich Indices auf einen längeren Zeitraum (etwa 8 Jahre) wertsteigernd entwickeln. Somit ist diese Anlageform für Spekulanten geeignet, die innerhalb kurzer Zeit Gewinne erzielen wollen.

So sieht das ETF Fazit aus!

Da sich ETFs – wie bereits geschrieben – an den jeweiligen Indices orientieren, haben diese ein „gemeinsames Schicksal“ sowohl bei Gewinn als auch bei Verlust.

Ein Totalverlust des Kapitals kann zwar grundsätzlich ausgeschlossen werden (trotzdem Vorsicht), aber erhebliche Verluste sind nicht auszuschließen, aber Gott sei Dank auch solide Gewinne.

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