Unterscheidung zwischen Performance Index-ETF und Kursindex-ETF

Index-ETF

Die Intelligenz von Hedgefondsmanagern ist in der Regel nicht höher als die Kosten, die sie von ihren Investoren verlangen. Langfristig wird man mit passiven und günstigen Indexfonds besser fahren. (Warren Buffett)

Was ist ein Performance Index ETF?

Bei dieser Art des Index ETF werden Zinszahlungen und Dividenden bei der Kursentwicklung berücksichtigt. Wenn du langfristig investieren willst, dann ist dies die bessere Anlageform. Der dir sicher am geläufigsten ist der DAX.

Diese Form des Index ETF eignet sich für Menschen, die langfristig investieren wollen, und dann zur Gänze von den Zinseszinsen profitieren.

Was ist ein Kursindex ETFs?

Aus den soeben geschriebenen Zeilen ergibt sich naturgemäß, dass bei dieser Index ETF Variante Zinszahlungen und Dividenden bei der Kursentwicklung nicht mitgerechnet werden; zu den bekanntesten zählen der Dow Jones-Index in den USA  bzw. in Europa der Euro Stoxx 50.

In diesem Fall werden Dividenden und Zinszahlungen an die Besitzer der Wertpapiere ausgeschüttet. Daher sind Kursindex-ETFs für jene zu empfehlen, die kurzfristig Geld sehen wollen und dieses dann eventuell in einer anderen Form des Vermögensaufbaus reinvestieren.

Gibt es einen Geschäftspartner beim ETF?

Wie bei den Investmentzertifikaten gibt es auch bei den ETFs eine Investmentgesellschaft, die das Produkt entwirft, entwickelt und an die Börse bringt.

Allerdings kommt bei den ETFs auch noch ein sogenannter Indexprovider ins Spiel, der permanent neue Indices entwickelt und Berechnungen vornimmt.

Da der Fonds aber laufend Käufe und Verkäufe vornehmen muss, um den jeweiligen Index möglichst genau zu replizieren, muss dieser sich Partner suchen. Diese heißen in der Fachsprache Market Makers (= gewährleisten im Prinzip, dass möglichst viele gewünschte Geschäfte getätigt werden, wobei dies meist Banken oder Broker sind) und Designated Sponsors (dieser sorgt dafür, dass der Handel im XETRA problemlos abgewickelt wird). Das elektronische Handelssystem XETRA wurde an der Deutschen Börse im Jahr 1997 eingeführt.

Ebenfalls wie bei den Investmentzertifikaten gibt es ein Management, dessen Hauptaufgabe darin besteht, die Zusammensetzung des ETF laufend zu überprüfen und gegebenenfalls zu adaptieren; dies kann zum Beispiel sein wenn:

a) Eine neue Aktie in den Index aufgenommen wird und somit eine andere weichen muss.

b) Es wurde eine Ausschüttung durch die AG vorgenommen (= eine Dividende „bezahlt“): entweder wird diese an die Anleger weiter gegeben oder bei einem thesaurierendem Fonds wiederveranlagt.

c) Außerdem muss zum Beispiel ein Split beachtet werden (= Aktien werden in kleinere Werte zerlegt oder zwei Aktiengesellschaften fusionieren usw.)

Was ist der Unterschied zwischen Indexfonds und ETFs?

Wir müssen aber als Abschluss des Beitrags „Grundbegriffe rund um ETF“ noch zwei Varianten davon klären. So gibt es den „klassischen“ ETF, wie wir diesen soeben beschrieben haben und den Indexfonds.

In den Grundzügen sind diese gleich, der entscheidende Unterschied liegt darin, dass der Indexfonds im Gegensatz zum ETF nicht an der Börse gehandelt wird. Indexfonds sind deshalb nicht so bekannt, da diese fast ausschließlich von Großinvestoren gekauft werden.

Der ETF hat auch den Vorteil, dass es ein überaus großes Angebot gibt und er bei Onlinehändlern leicht gekauft werden kann.

Weitere Unterschiede liegen darin, dass bei Indexfonds bisher geringere Spesen anfallen. Wenn du aber öfters kaufst und verkaufst, solltest du den ETF wählen, da dieser durch Handel an der Börse flexibler und leichter zu „managen“ ist als der Indexfonds.

Wie läuft der Handel mit ETFs?

Während Investmentzertifikate nur einmal am Tag gehandelt werden können, ist dies bei ETFs permanent möglich und zwar deshalb, da bei der erstgenannten Wertpapierart der sogenannte Nettoinventarwert nur einmal am Tag errechnet wird.

 „Nettoinventarwert“: Jener Wert, der sich an der Börse ergibt, kann ein klein wenig vom Gesamtwert des ETF abweichen;  dieser eigentliche Wert wird von Fachleuten eben mit „Nettoinventarwert“ bezeichnet (= auf Englisch: „Net Asset Value / NAV).

Da bei den ETFs hingegen der Basiswert fast immer genau abgebildet wird, können diese auch laufend gehandelt werden. Die Berechnung erfolgt permanent innerhalb weniger Sekunden, wodurch die Anleger regelmäßig die Möglichkeit haben festzustellen, ob und wann sich ein Kauf bzw. Verkauf lohnt.

Dies hat für Privatanleger den Vorteil, dass diese die Limits betreffend Kauf und Verkauf so angeben können, dass sie den Nettoinventarwert beinahe erreichen.

Die Großanleger nutzen dies in der Art und Weise aus, dass sie mit diesen Schwankungen Gewinne machen; dies wird in der Fachsprache mit „Arbitrage“ bezeichnet. Übrigens: Vielleicht hast auch du den Film „Arbitrage – Macht ist das beste Alibi“ mit Richard Gere aus dem Jahr 2012 gesehen, Regie hatte Nicholas Jarecki.

Da sich die Börsenkurse – wie soeben erwähnt – in Sekundenschnelle ändern, solltest du – wie auch bei anderen Wertpapieren – immer ein Limit angeben, ganz gleich ob bei Kauf oder Verkauf. Andernfalls kannst du böse Überraschungen erleben und entweder das Wertpapier zu teuer kaufen bzw. zu billig verkaufen.

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