Was musst Du über die Merkmale guter Fonds wissen?

Was musst Du über die Merkmale guter Fonds wissen?

Die Wertentwicklung ist das wichtigste Kriterium

Ein wichtiges Kriterium beim geplanten und später umgesetzten Kauf eines Fonds besteht in dessen kontinuierlicher Wertentwicklung, wobei dieser Umstand natürlich nicht als einziger Wertmaßstab herangezogen werden darf. Denn auch die Rendite und das Risiko eines Fonds dürfen nicht außer Acht gelassen werden.

Eine wichtige Quelle für die Beurteilung eines Fonds sind natürlich die Bewertungen derselben durch Ratingagenturen, die die entsprechenden Erfahrungen in den Prüfungen besitzen und somit klarerweise über den entsprechenden Einblick verfügen.

Grundsätzlich sind Fonds meistens nur in einer Hausse-Phase betreffend deren Rendite interessant. Bei einer Baisse gelingt es den Managern zwar meistens besser, als der übrige Markt abzuschneiden, aber Verluste sind in diesem Fall auch nicht zu vermeiden.

Investmentzertifikate lassen sich in einer dreiteiligen Skala betreffend deren Risiko einteilen, dieses System wird SRRI (Synthetischer Risiko- und Ertragsindikator) genannt und heißt auf Englisch Synthetic Risk and Reward Indicator.

Mit dieser Kennzahl kann daraus geschlossen werden, wie die Chancen stehen, einen Kursgewinn zu realisieren (= wenn du einen Fonds oder auch andere Wertpapiere mit Gewinn verkaufen kannst) bzw. auch auf einen Kursverlust.

Da diese Berechnung im vorliegenden Beitrag zu erklären zu kompliziert wäre, beschränken wir uns auf die Interpretation bereits vorhandener Kennzahlen.

Wertschwankungen bis maximal 2 % bedeuten zwar ein geringes Risiko, aber wahrscheinlich auch einen geringen Ertrag.

Solche von mehr als 2 % bis maximal 25 % sind ein Zeichen für mittleres Risiko und ebensolches Chancen auf Ertrag.

Über 25 % sind mit höchster Vorsicht zu beobachten, da in diesem Fall zwar eine hohe Ertragschance besteht, aber natürlich auch ein grundsätzlich enormes Risiko.

Dein möglicher Gewinn oder Verlust bei Fonds!

„Das Geheimnis des Erfolgs ist: sich nie damit zufrieden geben, dass man zufrieden ist“ (Ray Coniff; 1916-2002, amerikanischer Komponist und Dirigent)

Auch jene Anleger, die nur relativ geringe Beträge in Fonds investieren, sind bei dieser Vermögensstrategie gut aufgehoben, da bei einem Einsatz des gleichen Betrags vor allem in Aktien die Kosten viel höher wären. Außerdem wäre das Risiko einer Spekulation im letztgenannten Fall viel höher, das sich bei einem Fonds bekanntlich auf mehrere Wertpapiere verteilt.

Analysen haben ergeben, dass Aktienfonds betreffend der Rendite etwas besser abschneiden, als solche von Rentenfonds.

Was sind Rentenfonds?

Diese haben folgende Wertpapiere im Portefeuille:

Anleihen, gleich ob diese vom Staat, Ländern, Gemeinden (auch Kommunen genannt) oder Unternehmen emittiert werden; Pfandbriefe, die von Hypothekenbanken herausgegeben werden (= als Sicherheiten werden in diesem Fall Immobilien gegeben).

Wobei aber der Unterschied auch im allerbesten Fall 1 % ausmacht.

Spesen bei Kauf und Verkauf

Grundsätzlich fällt beim Kauf ein sogenannter Ausgabeaufschlag an. Dieser stellt die Differenz zwischen dem Ausgabe- (beim Kauf) und Rücknahmepreis (Verkauf) dar. Es gibt aber auch Fonds, die eigene Rücknahmegebühren verrechnen.

Depotgebühren kannst du sparen, wenn du bei einer Onlinebank Kunde bist, aber auch bei einem Diskontbroker. Banken verzichten meistens darauf, wenn es sich um ein Wertpapier handelt, das dieses selbst emittiert.

Gesamtkostenquote TER

Die Gesamtkosten(quote) (auch Total Expense Ratio (TER) genannt) wird berechnet, indem alle Kosten eines Jahres im Verhältnis zum durchschnittlichen Volumen des Fonds berechnet werden.

Beim Erwerb von Investmentzertifikaten hast du grundsätzlich zwei Möglichkeiten.

Entweder du entscheidest dich für die bisher konventionelle (= übliche) Form, und kaufst diese bei einer Bank. Der Vorteil dabei besteht darin, dass du eine persönliche Beratung hast. Wobei du aber darauf achten solltest, dass dir diese keine Produkte „aufschwatzt“, die von der jeweiligen Bank selbst herausgegeben werden, die noch dazu vielleicht schlechter sind, als andere.

Einen Großteil der Kosten kannst du sparen wenn du bei einer Onlinebank kaufst (die in der letzten Zeit auch schon öfters Beratungen anbieten) oder bei einem Diskontbroker.

Welche entscheidende Kennzahlen sind für Investmentzertifikate wichtig?

Eine ganz entscheidende Kennzahl für Investmentzertifikate ist das Sharpe-Ratio (SR), das auch Sharpe-Maß genannt wird.

Zunächst wird die sogenannte Überschussrendite berechnet. Dies ist die Differenz zwischen einer als sicher geltenden Geldanlage und dem Zinssatz, den der Fonds erzielt hat. Wenn der Geldmarktzinssatz, der für risikolose Geschäfte gilt, zum Beispiel 2,5 % ausmacht und jener des Fonds 6 %, dann errechnet sich die Überschussrendite mit 3,5 %. Der letztgenannte Zinssatz wird mit der Volatilität in Beziehung gesetzt. Je höher dieser Wert ausfällt, umso besser ist der Fonds.

Wenn der errechnete Wert zwischen Null und eins liegt, kam es zwar zu einer Überschussrendite, allerdings wurde damit nicht dem eingegangenen Risiko entsprochen. Bei einer negativen Kennzahl verhält es sich so, dass dann nicht einmal der Geldmarktzinssatz erreicht wurde.

Der Begriff „Volatilität“ gilt natürlich auch für Investmentzertifikate. Dabei wird über einen bestimmten Zeitraum der Durchschnitt errechnet und dann die Abweichung davon zum aktuellen Wert einer gewünschten Periode.

Von einem „Maximalen Verlust“ wird dann gesprochen, wenn zum Beispiel innerhalb eines Zeitraumes von zehn Jahren im Beobachtungszeitraum von wieder zum Beispiel einem halben Jahr der Wert am stärksten gesunken ist. Diese Methode bietet die Möglichkeit herauszufinden, dass es aller Wahrscheinlichkeit nach in Zukunft in Situationen, die keine Extremfälle darstellen, die Verluste nicht noch höher werden.

Der Ausdruck „Längste Verlustperiode“ erläutert, wie viele Monate in Folge ein Fonds Verluste erlitten hatte.

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