Was machen Ratingagenturen? Wer wird geprüft?

Ratingagenturen

Ratingagenturen prüfen Banken und große Unternehmen!

Insbesondere Banken, aber auch andere (Groß-)-Unternehmen werden von Ratingagenturen geprüft und zwar neben der Kontrolle durch die Interne Revision der jeweiligen Firmen und der Finanzaufsicht des jeweiligen Staates.

Diese hatten sich im 19. Jahrhundert in den USA entwickelt, da nicht unerheblich wenige Geldgeber deren Vermögen an unseriöse oder waghalsige Investoren verloren.

Eine grandiose Idee des Finanzanalysten

Der Finanzanalyst Henry Poor hatte die grandiose Idee, Unternehmen extern zu prüfen, wodurch die Möglichkeit bestand, sich ein Bild von der wirtschaftlichen und sonstigen Lage des Unternehmens zu machen. Daraus entwickelte sich eine der heute noch bestehenden wichtigsten Agenturen, nämlich Standard & Poor´s, denn Poor fusionierte mit dem Unternehmen für Statistik Standard.

Die genannte Agentur hält mit deren Mitbewerbern Fitch und Moody´s etwa 90 Prozent der Markanteile der Welt.

Den Ratingagenturen kam vor allem die Wirtschaftskrise in den 30er Jahren zugute, denn aufgrund vieler negativer Entwicklungen und Vorkommnisse wurde im Jahr 1936 in den USA ein Gesetz erlassen, dass Ratings in bestimmten Fällen zur Verpflichtung wurden.

Es werden auch Staaten geprüft!

Aber nicht nur Unternehmen werden von Ratingagenturen geprüft, sondern auch Staaten. Dies ist vor allem deshalb für den Umstand überaus wichtig, weil es bedingt, zu welchen Konditionen diese sich dann Geld ausleihen können. Natürlich sind die jeweiligen Zinsen umso günstiger je besser die Staaten bewertet werden.

Auch in diesem Zusammenhang gibt es die Ausdrücke junk bonds, oder auch Ramsch- oder Schrottpapier, auch wenn dieser Ausdruck zumeist für Anleihen gilt; bedeutet es, dass deren Wert fast Null sein kann.

Für den Wert von Aktien haben sich aber auch folgende Ausdrücke herauskristallisiert:

Blue chip: damit werden die Aktien von großen Unternehmen bezeichnet, die eine hohe Bonität aufweisen, aber auch positive Zukunftsaussichten haben und bei denen davon ausgegangen werden kann, dass es regelmäßige Zahlungen der Dividenden gibt.

Mid caps: damit werden Aktien mit einem mittleren Börsewert bezeichnet, bei denen auch die Chance besteht, dass sie zu blue chips werden.

Small caps sind somit Aktien mit einem geringen Wert.

Penny Stocks auch billig Aktien genannt! Kurswert unter 5 US$ pro Aktie

Mit Penny-stocks werden ganz billige Aktien bezeichnet (das Wort kann wörtlich mit Penny-Aktien bezeichnet werden und kommt klarerweise aus dem Englischen).

Bei diesen ist natürlich größte Vorsicht geboten, denn es sagt überhaupt nichts aus, wenn eine Aktie extrem billig ist.

Diese Aktien sind zwar nicht immer ein (positives) Schnäppchen, können es aber in wenigen Fällen trotzdem sein; daher solltest du vor dem Kauf derselben noch vorsichtiger sein als bei anderen Aktien. Eine intensive Analyse oder Beratung durch einen (Bank-) Fachmann ist unbedingt anzuraten.

Noch einige wichtige Ausdrücke, die es im Zusammenhang mit Wertpapieren gibt und die öfters in den Medien zu finden sind:

Bullenmarkt: Dies bedeutet, dass sich der Wertpapiermarkt positiv entwickelt, und die Bullen „die Macht übernommen haben“. Wenn es hingegen abwärts geht, wird von einem Bärenmarkt gesprochen.

Baisse: wenn Börsenkurse über einen längeren Zeitraum sinken

Hausse: ist das Gegenteil von Baisse

Click to rate this post!
[Total: 0 Average: 0]

5 Trackbacks / Pingbacks

  1. Was sind Aktien? Aktien für Anfänger easy erklärt! -
  2. 6 wichtige Formeln zur Berechnung von Aktienkennzahlen -
  3. Investmentfonds Skandal „Third Avenue“ und „Lucidus Capital“ -
  4. Panama Papers Story Risiken und Chancen Geschlossenen Fonds -
  5. Was musst Du über die Merkmale guter Fonds wissen? -

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*